Protagonistin gesucht

Fregatte NIEDERSACHSEN hat ein neues Gesicht

 

Der Freiwillige Wehrdienst ist für viele in Deutschland Neuland. Um ihn den jungen Leuten näher zu bringen, bedient sich die Bundeswehr ganz klassischer Mittel. Der Werbung. Jedes Jahr werden für die Werbespots neue Gesichter gesucht. Heer, Luftwaffe, Marine, alle sollen durch frische und motivierte junge Kameraden repräsentieret werden. So hatte die Marine letztes Jahr einen männlichen Bootfahrer. Für dieses Jahr wurde dann das Gesicht einer weiblichen Schifffahrerin gesucht. Auch die Fregatte NIEDERSACHSEN erreichte diese Anfrage. Und hier wurden die Kameraden der Öffentlichkeitsarbeit auch fündig. Ihr neues Gesicht ist unser Obergefreiter Verena Krause. Nach dem Abitur entschied sie sich, in ihrer Zeit bis zum Jurastudium einer Tätigkeit nachzugehen, welche völlig neue Erfahrungen für sie offenhalten würde. Als Decksgast an Bord seit dem 01.10.2012 passten sie und ihr Werdegang optimal in diese Kampagne:

„Nachdem ich kurz vor Weihnachten noch einen zweiseitigen Fragebogen gewissenhaft ausgefüllt hatte und dann in meinem Urlaub die Nachricht bekam, dass ich für die Werbekampagne ausgewählt worden war, ging es schnell los. Gleich am ersten Tag nach meinem Urlaub kamen bereits ein Fotograf, der Regisseur und der Hauptmann vom Heer, welcher für die ganze Werbekampagne zuständig war, an Bord. Sie machten noch am selben Tag ein Fotoshooting mit mir auf der Brücke, welches mich bei meinen verschiedenen Aufgaben zeigte. Die Fotos für die Anzeigen in Zeitschriften und auf dem Bundeswehr-Truck mussten schließlich so schnell wie möglich fertig werden! Dieses erste Treffen bestätigte mich darin, die richtige Entscheidung getroffen zu haben und meine anfängliche Nervosität verflog schnell. Es war das erste Mal, dass ich so etwas gemacht hatte, aber die Professionalität die mich umgab vereinfachte die ganze Situation und machte sie wesentlich angenehmer. Auch die dabei entstandenen Fotos überraschten mich sehr, da ich mich normalerweise auf Fotos nicht so gern mag.

Eine Woche später hatte ich dann einen Termin in einem Tonstudio in Hamburg. Nach dem Mittag fuhren wir also los, natürlich in Erster Geige und kamen trotz des Schnees sehr gut durch. Die Aufnahmen haben weniger lang gedauert als erwartet, und auch das war eine ganz neue Erfahrung für mich. Das Sprechen der vorgeschriebenen und leicht verbesserten Texte hat mir viel Spaß gemacht, und hier lernte ich auch ein weiteres Mitglied der Filmcrew kennen, das uns auf dem Transit nach England begleiten würden. Nachdem wir unerwartet spät auf dem Schiff wieder ankamen, zeigte ich der Frau Oberfeldwebel kurz die für sie wichtigsten Räume auf dem Schiff, unter anderem das Deck das sie mit mir und 6 anderen Frauen für die drei Tage teilen würde. Sie war Teil der Filmcrew, fungierte als meine Stylistin und Visagistin und vor allem als gute Kameradin mit zwei offenen Ohren für Probleme.

Am nächsten Morgen ging es dann richtig los: Mittwoch, der 23.01., Auslaufen in Richtung England. Da bereits bei der Auslaufmusterung gefilmt werden sollte, hieß das für mich eine halbe Stunde früher aufstehen und noch in die improvisierte Maske, damit auch ja nichts glänzt und die Haare sitzen. Den ganzen Tag über wurde ich dann in verschiedenen Situationen gefilmt, beim Ablegen morgens zusammen mit meinen Kameraden oder in der Nock als Ausguck. Das Ablegen unter simulierter „asymmetrischer Bedrohung“ verleitete natürlich einige zu Späßen darüber, dass man ja wüsste wer die asymmetrische Bedrohung sei, mit einem Bedeutungsvollen Seitenblick auf das Kamerateam. Meine Kameraden nahmen die ungewohnte Situation eben mit Humor, die Aussicht ebenfalls geschminkt zu werden damit sie nicht glänzen wenn sie im Bild sind, schreckte jedoch die meisten etwas ab. Am nächsten Morgen brauchte ich dann doch etwas länger in der Maske, damit man mir den wenigen Schlaf nicht ansieht, und mein eigentlicher Tagesrhythmus kam durcheinander, da ich für die Dreharbeiten in meiner eigenen Seewache nicht stehen konnte, dafür während eigentlich andere auf Wache standen am Ruder gefilmt werden sollte. Für die Dreharbeiten an Oberdeck fanden sich kurzerhand auch ein paar Kameraden die sich mit mir filmen ließen. Einige gingen dabei mit mehr Engagement an die Sache heran als andere, insgesamt hatten wir aber alle unseren Spaß. Zum Abschluss des Tages wurde ich noch einmal komplett neu geschminkt und frisiert, um dann die letzten Szenen zu drehen. Müde, aber glücklich konnte ich dann nach meiner Wache um Mitternacht schlafen gehen.

Am nächsten Tag liefen wir in Plymouth ein, leider war die Filmcrew so schnell von Bord um rechtzeitig einen Flieger nach Deutschland zu erwischen, dass ich mich nicht einmal verabschieden konnte.

Insgesamt waren die Tage sehr spannend, fordernd, aber auf jeden Fall eine tolle Erfahrung und eine gelungene Abwechslung. Ich würde so eine Chance jederzeit wieder wahrnehmen und bin auch stolz auf das Ergebnis, welches mir bislang nur positive Rückmeldung von zuhause eingebracht hat.“

   
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