Ankündigung:

Fregatte Niedersachsen kehrt nach Wilhelmshaven zurück

Innenminister Boris Pistorius begleitet das Schiff auf seinem letzten Weg 

Am 5. Dezember 2014 um 11:00 Uhr wird die Fregatte „Niedersachsen“ nach fünf Monaten in See zum letzten Mal in den Marinestützpunkt Wilhelmshaven zurückkehren.

Ausgelaufen im Juli diesen Jahres haben Schiff und Besatzung unter dem Kommando von Fregattenkapitän Kurt Leonards (46) als Teil der Standing Nato Maritime Group 2 rund 30.000 Seemeilen zurückgelegt und dabei die Häfen Rota/Spanien, Halifax/Kanada, Mayport, Norfolk und  Baltimore in den USA, Aksaz und Antalya in der Türkei und Palma de Mallorca besucht.

Im Rahmen des Nato-Verbandes stand der erste Teil der Seefahrt im Fokus des Trainings mit den Marinen Kanadas und der USA. So konnte in zahlreichen gemeinsamen Übungen die gute Zusammenarbeit weiter gefestigt und ausgebaut werden. Ein Höhepunkt war hier die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum 200. Jahrestag der US-amerikanischen Nationalhymne, dem Star Spangeled Spectacular in Baltimore.

Der zweite Teil der Seefahrt war gekennzeichnet durch die Teilnahme an Großmanövern vor den Küste Spaniens und der Türkei. Weiterhin partizipierte die „Niedersachsen“ an der Nato-Operation „Active Endeavour“, welche die Aufgabe hat, den Seeverkehr im Mittelmeer zu überwachen und zu sichern.

Dazu der Kommandant, Fregattenkapitän Kurt Leonards:

„Ich bin mir sicher, dass es für ein Schiff kaum eine bessere letzte Seefahrt geben kann, als in einem multinationalen Verband an vielen Übungen teilnehmen zu können und zahlreiche Häfen in vier verschiedenen Ländern anzulaufen.“

Zum Einlaufen in Wilhelmshaven werden zahlreiche Angehörige und Freunde der Besatzung, aber auch ehemalige Besatzungsangehöriger erwartet. Als besonderer Gast hat sich der Innenminister des Landes Niedersachsen, Herr Boris Pistorius, angekündigt, welcher das Schiff auf seinen letzten Seemeilen auf dem Weg nach Wilhelmshaven begleiten wird.

Die Fregatte „Niedersachsen“ wird nach 32 Jahren im Dienste der Deutschen Marine Ende 2014 aus der Fahrbereitschaft entlassen und im Sommer 2015 außer Dienst gestellt.

In dieser Zeit legte die „Niedersachsen“ 764600 Seemeilen zurück. Die entspricht circa 35 Erdumrundungen. Sie besuchte seit dem Jahre 1982 insgesamt 311 Häfen in aller Welt.

Goodbye vor Gibraltar

Fregatte „Niedersachsen“ begegnet Segelschulschiff „Gorch Fock“ zum letzten Mal

Am gestrigen Dienstag kam es in der Straße von Gibraltar zu einer Begegnung zwischen der Fregatte „Niedersachsen“ und dem Segelschulschiff „Gorch Fock“. Die „Niedersachsen“ befindet sich derzeit im Rahmen der Standing Nato Maritime Group 2 auf dem Weg in das Einsatzgebiet der Operation „Active Endeavour“. „Der „Gorch Fock“ zu begegnen ist immer etwas ganz besonderes. Sie ist eines der schönsten Schiffe der Welt und daher immer ein Blickfang“ schildert Fregattenkapitän Kurt Leonards (46), Kommandant der „Niedersachsen“.

Goodbye vor Gibraltar

Dieses Treffen bedeutet aber auch Abschiednehmen, da die „Niedersachsen“ nach ihrer Teilnahme an diesem Nato-Einsatzverband nach über 30 Jahren Dienst in der Marine am Ende des Jahres aus der Fahrbereitschaft genommen wird.

Fregatte „Niedersachsen“ ist am 16. Juli mit knapp 200 Besatzungsmitgliedern aus Wilhelmshaven ausgelaufen und hat zwei Monate an der nordamerikanischen Ostküste verbracht. Dort nahm sie an verschiedenen Manövern mit US-amerikanischen und kanadischen Marineeinheiten teil und hat dabei die Häfen Halifax, Mayport, Norfolk und Baltimore besucht.

Noch bis Ende November wird die „Niedersachsen“ gemeinsam mit spanischen, türkischen, kanadischen und US-amerikanischen Schiffen im Mittelmeer patroullieren und noch die Häfen Aksaz und Antalya in der Türkei und Alexandria in Ägypten anlaufen. Am 5. Dezember läuft die Fregatte „Niedersachsen“ zum letzten Mal in Wilhelmshaven ein.

Die „Gorch Fock“ steht seit 1958 im Dienst der Marine und befindet sich derzeit auf einer Ausbildungsfahrt zur Offizierausbildung auf dem Weg ins Mittelmeer. Das Segelschulschiff wird in den kommenden Tagen in Malaga/Spanien erwartet. Derzeit befinden sich unter dem Kommando von Fregattenkapitän Nils Brandt (48) 216 Besatzungsmitglieder, darunter 112 Offizieranwärter, an Bord.

Training ist alles!

Fregatte Niedersachen ist gewappnet.

Auf dem Weg nach Baltimore hat die Besatzung der Fregatte Niedersachsen die Zeit genutzt, um nicht ganz so alltägliche Notfallsituationen einzuüben. So hat die Besatzung in gemeinsamer Anstrengung das Stopfen größerer Wassereinbrüche mit Hilfe einer Art Plane, dem sogenannten Lecksegel, trainiert. Die jüngeren Besatzungsmitglieder bekamen die Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen und mal in einen „fachfremden“ Bereich zu hinein zu schnuppern.

 

Wie verblockt man eine Welle?

Übungen finden im Grunde regelmäßig statt, aber das Ausbringen des Lecksegels ist dann doch eher etwas besonderes. Denn dafür muss das Schiff gestoppt werden und die Handhabung ist doch ziemlich aufwändig.

 Das Lecksegel in Aktion

Das Lecksegel in Aktion

Aber auch die anderen Arten der Leckabwehr, die Brandbekämpfung und die Verletztenversorgung kamen nicht zu kurz. Alles in allem ein lehrreicher Tag für alle Beteiligten.

 Der Schiffsarzt bei der Verbandplatzeinweisung

 Der Schiffsarzt bei der Verbandplatzeinweisung

Die Niedersachsen in Baltimore

Deutsch-Englischer Gottesdienst mit dem Inspekteur der Marine

Am zweiten Wochenende im September fand in Baltimore, USA, das Star Spangled Spectacular statt. Aus Anlass der Entstehung des Textes der amerikanischen Nationalhymne vor 200 Jahren besuchte auch die deutsche Fregatte NIEDERSACHSEN für sechs Tage die amerikanische Hafenstadt unweit von Washington D.C.

 Zum Programm der Fregatte gehörte auch ein gemeinsamer Gottesdienst mit der deutschstämmigen Gemeinde Baltimores in der Zion-Church. Seit mehr als 200 Jahren finden in der Zion-Church jeden Sonntag deutschsprachige Gottesdienste statt.

 Der gemeinsame Gottesdienst unter der Leitung von Pastor Dr. Holger Roggelin (Baltimore) und Militärpfarrer Ekkehart Woykos wurde zweisprachig gefeiert. Die deutschsprachige Lesung aus dem Alten Testament übernahm der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Axel Schimpf.

 Wie ein roter Faden zog sich das Thema Vergebung und Versöhnung als Grundlage menschlichen Zusammenlebens durch dne Gottesdienst. Dass die Kraft dazu aus dem Glauben kommt und Christen immer neu um diese Kraft Gott bitten müsssen betonte Militärpfarrerr Woykos in seiner Predigt. Gerade im Umfeld des 100. Jahrestages des Beginns des 1. Weltkriegs, des 75. Jahrestages des Beginns des 2. Weltkriegs und des 11. Septembers zeigte sich die Aktualität dieses Themas.

 Für die Kirchengemeinde in Baltimore war es eine besondere Ehre, die deutschen Gäste im Gottesdienst begrüßen zu dürfen. Zu ihnen zählten neben dem Inspekteur der Marine und seiner Ehefrau, der neue Marineattaché, Kapitän Jürgen Looft, der Kommandant der Fregatte NIEDERSACHSEN, Fregattenkapitän Kurt Leonards und weitere Soldaten. Gemeinsam feierte man einen feierlichen Gotetsdienst mit typisch deutschen und amerikanischen Elementen.

Im Anschluss daran luden Gemeindeglieder ihre Gäste zu einem Potluck ein. Bei diesem typisch amerikanischen Mitbringbuffet wurde den deutschen Gästen heimische Köstlichkeiten präsentiert.In herzlicher und entspannter Atmosphäre entwickelten zahlreiche Begegnungen und Gespräche.

 

Einen Tag später konnte dann eine Gemeindegruppe auf der NIEDERSACHSEN begrüßt werden. Ausgiebig ließen sie sich das deutsche Kriegsschiff zeigen und lernten dabei die Lebens- und Arbeistbedingungen der Soldaten aber auch des eingeschifften Militärpfarrers kennen.

 

 

Bordsport

Fregatte Niedersachsen läuft für den guten Zweck in Orlando

 

7 Uhr morgens. Die Sonne brennt. 30°C und 2500 Laufwütige. Darunter vier Besatzungsangehörige der Fregatte Niedersachsen. Bereit für einen Charity-Lauf des Florida Hospitals in Orlando/Florida.

Alle Sportler versammelten sich im Startbereich. Es herrscht rege Betriebsamkeit, es wird erzählt und gelacht. Und dann der Augenblick des Erklingens der Amerikanischen Nationalhymne - vollkommene Stille gespickt mit Gänsehautfeeling - ein sehr schöner Moment.

Im Anschluss galt es 5 Kilometer Strecke bei sengender Hitze zu absolvieren.

Neben dem Krankenhaus und dem dazugehörenden Park, wurden die anliegenden Wohngebiete durchquert. Viele Anwohner hatten Getränkestationen vor ihren Grundstücken aufgebaut. Zwei  Live-Bands standen an verschiedenen Teilabschnitten der Strecke und motivierten die Läufer mit musikalischen Einlagen.

Nach 30 Minuten durchlief unser Team die Ziellinie und erhielt seine Medaillen.  Jeder stolz und mit einem Lächeln auf den Lippen.

Spaß, Engagement und Teamgeist… ganz im Zeichen der Fregatte Niedersachsen. Ein wirklich gelungenes und unvergessliches Ereignis.

   
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